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Enterben – Methoden der Enterbung – Rechtsanwälte Erbrecht

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Enterben – Methoden der Enterbung

 

Enterben Methoden

Wie Sie gesetzliche Erben sicher enterben können

 
Der Erblasser kann jeden seiner gesetzlichen Erben direkt enterben durch Enterbungsanordnung im Testament, durch eine Wiederverheiratungsklausel, durch eine
Pflichtteilsstrafklausel
oder eine Erbverzichtsvereinbarung.
 

Tipp


Schließen Sie bei der Erklärung eines Erbverzichts eine Erstreckung des Erbverzichts auf die eigenen Abkömmlinge ausdrücklich aus.


Lassen Sie im Fall einer Enterbung prüfen, ob Anfechtungsvoraussetzungen (Anfechtungsberechtigung, Anfechtungsgrund, Anfechtungsform und Anfechtungsfrist) vorliegen.


Unterlassen Sie es, als Erblasser das Enterben zu begründen.


Lassen Sie bei Enterbung prüfen, ob überhaupt ein wirksames Testament oder Erbvertrag vorliegt (Formunwirksamkeit, Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot oder die guten Sitten, mangelnde Testierfähigkeit, Irrtum oder Drohung).


 
Der Erblasser kann jeden seiner gesetzlichen Erben indirekt enterben durch Erbeinsetzung, durch Testamentswiderruf, durch Vermächtnis oder Auflage, durch Schenkung, durch Scheidung und durch Errichtung einer Familiengesellschaft oder Stiftung.
 

Tipp


Als Enterbter können Sie grundsätzlich auch Vermächtnisse, Auflagen, Wiederverheiratungsklauseln, Pflichtteilsstrafklauseln, Erbverzichtserklärungen und einen Testamentswiderruf anfechten.


Prüfen Sie, ob ein Fall von Erbschleicherei und damit Erbunwürdigkeit vorliegt. Erbunwürdig ist, wer den Erblasser gehindert hat, ein Testament zu errichten oder aufzuheben, oder wer den Erblasser durch Täuschung oder Drohung dazu gebracht hat, ein Testament oder Erbvertrag zu errichten, oder wer ein Testament oder Erbvertrag des Erblassers gefälscht, verfälscht oder vernichtet hat.


Eine Enterbung mit Reduzierung des Pflichtteils kann erreicht werden durch lebzeitige Schenkung, Ausstattungen von Abkömmlingen, Änderung der familiären Verhältnisse,
Wahl des passenden Güterstandes und Rechtsverlagerung in ausländisches Erbrecht.


Beim Enterben durch eine testamentarische Enterbungsanordnung bestimmt der Erblasser ausdrücklich, dass eine bestimmte Person vom Erbe ausgeschlossen ist. Gründe müssen nicht angegeben werden.


Mit einer Wiederverheiratungsklausel wird in der Regel die Enterbung des überlebenden Ehegatten angeordnet für den Fall einer Wiederheirat.


Die Anordnung einer Pflichtteilsstrafklausel führt zur Enterbung desjenigen Kindes, welches beim Tod des erstversterbenden Elternteils seinen Pflichtteil verlangt.


Bei der Erbverzichtsvereinbarung stimmt der gesetzliche Erbe freiwillig einer Enterbung durch den Erblasser zu.


Setzt der Erblasser Dritte zu Erben, Ersatzerben oder Schlusserben ein, enterbt er automatisch die übergangenen gesetzlichen Erben.


Testamentarisch eingesetzte Erben kann der Erblasser jederzeit durch Widerruf des Testaments enterben.


Vermächtnisse und Auflagen führen zu einer Enterbung, da sie die Erbquote schmälern.


Lebzeitige Schenkungen führen zu einer teilweisen Enterbung durch Verringerung der Erbmasse.


Ein Ehegatte verliert sein gesetzliches Ehegattenerbrecht im Falle einer Scheidung. Dazu muss Antrag auf Scheidung gestellt sein und die Scheidungsvoraussetzungen vorliegen. Ein testamentarisch als Erbe eingesetzter Ehegatte gilt im Falle einer Scheidung grundsätzlich als enterbt.


 

Nachträgliches Enterben (nach dem Erbfall) ist möglich, wenn ein Pflichtteilsentziehungsgrund vorliegt, die Pflichtteilsentziehung richtig erklärt und begründet wird und keine Verzeihung vorliegt.

 

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  • Wir beraten Sie zu Enterbungsstrategien, Entzug Erbteil, Entzug Pflichtteil, Pflichtteilsreduzierung, Umgehung von Pflichtteilsansprüchen, Vertragsgestaltung und Nachlassplanung.
  • Rechtsberatung zu Gegenmaßnahmen im Falle einer Enterbung.
  • Wir vertreten Sie gerichtlich bei Anfechtungsklagen.
  • Wir prüfen ob ein wirksames Testament oder Erbvertrag vorliegt.

 


 

Wann erhält ein enterbter Angehöriger einen Pflichtteil?

 
Der Erblasser kann selbst nahe Angehörige wie Kinder, Ehegatten und Eltern von der Erbfolge ausschließen. Trotz der Enterbung bliebt dieser Personenkreis aber mit einem Mindestmaß (Pflichtteil) am Nachlass beteiligt. Die Pflichtteilsberechtigten haben des Weiteren gegen die Erben einen Pflichtteilsergänzungsanspruch, wenn der Erblasser durch die lebzeitigen Schenkungen an Dritte das Erbe geschmälert hat. Eine testamentarische oder erbvertragliche Enterbungsanordnung hat keine Auswirkung auf das Erbrecht der Abkömmlinge des enterbten gesetzlichen Erben, soweit nicht ausdrücklich andere als Erben bedacht sind. Wer einen Erbverzicht erklärt, verliert vollständig sein gesetzliches Erbrecht nebst Pflichtteilsansprüchen und Pflichtteilsergänzungsansprüchen. Ein Erbverzicht umfasst grundsätzlich auch die Abkömmlinge des Verzichtenden.
 

ANWALTSLEISTUNGEN – LEXIS RECHTSANWÄLTE BERLIN

Wir setzen für Sie Pflichtteilsansprüche und Pflichtteilsergänzungsansprüche enterbter Familienangehöriger durch bzw. wehren derartige Ansprüche ab.

 

Tipp


Wer enterbt ist, muss seine Rechte aktiv bei den Erben geltend machen, der Pflichtteil wird nicht automatisch vom Nachlassgericht zugesprochen.


Ein völliger Pflichtteilsentzug muss vom Erblasser im Testament angeordnet und detailliert begründet werden.


Reduzieren Sie den Pflichtteil durch lebzeitige Schenkung, Ausstattungen von Abkömmlingen, Änderung der familiären Verhältnisse, Wahl des passenden Güterstandes und Rechtsverlagerung in ausländisches Erbrecht.


Beschränken Sie den Pflichtteil verschwenderischer oder überschuldeter Kinder durch Vorerbschaft oder Einsetzung eines Testamentsvollstreckers.


 

Mehr zum Thema Enterben / Enterbung

 
Detaillierte Informationen zum Enterben / Enterbung finden Sie auf unserer Spezialwebseite. Unter anderem auch zu den Themen: Enterben direkt, Enterben indirekt, Enterben nachträglich, bedingte Erbeinsetzung, Enterben durch Enterbungsanordnung, Wiederverheiratungsklausel, Pflichtteilsstrafklausel, Enterbung durch Erbverzicht, Enterben durch Erbeinsetzung, Einsetzung von Ersatzerben, Schlusserben, Enterbung durch Widerruf des Testamentes, Enterbung durch Vermächtnisse, Auflagen, Enterben durch Schenkung, Enterbung durch Familiengesellschaft, Stiftung, Enterbung durch Scheidung, Enterben durch Anfechtung des Testaments bzw. Erbvertrags, Anfechtung wegen Erbunwürdigkeit, Folgen des Enterbens, Pflichtteil des Enterbten, Pflichtteilsergänzungsanspruch, Maßnahmen gegen Enterbung.
 
Vermächtnis – Muster, Vorlagen, Vordrucke zum Herunterladen finden Sie unter www.erbrecht-downloads.de


 

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